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Besuch von Solarkraftwerken in Andalusien

SPP’ler besichtigen Zentrum zur Erforschung der solaren Energienutzung und solarthermisches Parabolrinnenkraftwerk im Süden Spaniens.

Die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Kaiserslautern forschen im Rahmen des DFG Schwerpunktprogramms 1542 an der Konstruktion von leichten, verformungsoptimierten Parabolrinnen aus Beton. Als Vorbild dient hierbei das sehr weit verbreitete Kollektormodul „EuroTrough“ mit einer Aperturweite von 5,77 m.

Wissenschaftler beider Hochschulen besuchten jetzt gemeinsam die Plataforma Solar de Almería und des Solarkraftwerks Andasol 3 im Süden Spaniens, bei dem solche Kollektormodule in großer Zahl verbaut wurden.

Die Plataforma Solar de Almería (PSA) ist Europas größtes Zentrum zur Erforschung der solaren Energiegewinnung und –nutzung und im Besitz des spanischen Zentrums für Energie, Umweltstudien und Technologie CIEMAT. Hier werden unterschiedliche Technologien zur fokussierenden, solarthermischen Energiegewinnung unter praxisnahen Bedingungen getestet und weiterentwickelt. Auf dem 100 Hektar großen Gelände befinden sich mehrere Testfelder für die Erforschung von z. B. Parabolrinnen, Heliostaten oder auch der Speicherung der hier gewonnenen Energie. Neben mehreren internationalen Institutionen ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit einer ständigen Forschungsstation auf der PSA vertreten.

Andasol 3 ist das jüngste der drei Parabolrinnenkraftwerke des Andasol-Komplexes in der spanischen Provinz Granada. Auf einer Fläche von ca. 2 km² je Einheit mit jeweils einer Aperturfläche von ca. 500.000 m² soll hier eine Jahresgesamtleistung von ca. 50 Megawatt erreicht werden. Der erste Teil des Kraftwerkkomplexes Andasol 1 wurde 2008 in Betrieb genommen, das besichtigte Kraftwerk Andasol 3 ging 2011 ans Netz.

Die Besichtigung der beiden Anlagen gab den teilnehmenden SPP’lern einen tiefen Einblick in die Aufgaben und Problemstellungen bei der Herstellung und Verwendung von solarthermischen Parabolrinnenkraftwerken und kann daher sehr intensiv im aktuellen Forschungsprojekt verarbeitet werden.

Kontakt

Sprecher

Prof. Manfred Curbach
Institut für Massivbau
Technische Universität Dresden
01062 Dresden

Geschäftsführerin

Silke Scheerer
Institut für Massivbau
Technische Universität Dresden
01062 Dresden

Sekretariat

Sabine Hofmann
Institut für Massivbau
Technische Universität Dresden
01062 Dresden